Sport, Siege und neue Projekte

Sport, Siege und neue Projekte

Der sympathische Tiroler Andi Linger verbrachte viele Jahre die meiste Zeit in den schnellsten Eiskanälen der Welt. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wolfgang wurde der heute 36-jährige Absamer Doppel-Olympiasieger, dreifacher Weltmeister und einmal Europameister im Rennrodeln. Nach den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gab er sein Karriereende bekannt. Für den bau-blog blickt Andi Linger noch einmal auf seinen sportlichen Werdegang und seine Höhepunkte zurück.

 

Wienerberger: Wie bist Du eigentlich zum Sport gekommen?
Andi Linger: „Ich war schon als Kind sehr aktiv. Sobald ich Laufen gelernt hatte, gab's für mich kein Halten mehr. Der Sport war meine Welt, am Anfang vor allem das Schifahren und der Fußball. Meine Eltern nutzten jede freie Minute, um mit meinem Bruder und mir etwas zu unternehmen. Egal ob am Hausbooturlaub in Frankreich oder beim "Zelteln" in den Dolomiten, es war immer etwas los.“

 

Wienerberger: Wie kam es dazu, dass Du beim Rodeln gelandet bist?
Andi Linger: „Zum Rodeln kam ich 1992 – eigentlich durch Zufall. Ich habe in der Sporthauptschule Absam auch viel andere Sportarten ausprobiert, aber hängen geblieben bin ich schlussendlich beim Rodeln.“

 

Wienerberger: Dein Bruder war auch Rennrodler. War das selbstverständlich, mit Wolfgang gemeinsam ein Rodelteam zu bilden?
Andi Linger: „Mein Bruder Wolfgang hat schon sehr früh eine große Rolle in meinem Leben gespielt, daher war es auch selbstverständlich, dass wir ein Team bilden. Seit 1997 waren wir gemeinsam auf dem Schlitten unterwegs, haben gemeinsam trainiert, gemeinsam alle Rennen bestritten und auch gemeinsam die schönsten sportlichen Erfolge gefeiert. Das schweißt zusammen.“

 

Wienerberger: Und bei Euch gab es auch sehr viel zu feiern? Welche Momente sind Dir besonders in Erinnerung geblieben?
Andi Linger: „Ich wechselte im Sommer 2000 – nach der Matura am Sport-BORG in Innsbruck – zur Bundesheer-Sportgruppe und somit auch in den Profisport. Die Bedingungen waren professioneller, wir hatten mehr Zeit zum Trainieren. 2002 erfüllten wir uns dann mit der Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Salt Lake City einen unserer großen Träume. Im Februar 2003 wurden wir in Sigulda in Lettland Weltmeister. 2006 dann der größte Erfolg unserer Karriere – der Olympiasieg in Turin. Wir erfüllten uns unseren Kindheitstraum. Das war einfach Wahnsinn. 2010 in Vancouver ist uns dieser Wahnsinn noch einmal geglückt. Jetzt fehlte nur noch der Gesamtweltcup. Das war ein ganz großes Ziel und auch das hat geklappt – 2012.“

Andreas und Wolfgang Lingers Olympiasieg in Turin 2006

Wienerberger: Nach der olympischen Silbermedaille 2014 in Sotschi habt ihr Euch vom aktiven Rennsport verabschiedet? Fiel das schwer?
Andi Linger: „Jedes Abschiednehmen ist am Anfang schwer. Aber nach so vielen Jahren im Rodelsport war der Hunger nicht mehr so groß. Wenn, dann musst Du mit hundert Prozent bei der Sache sein, sonst kann das Rodeln gleich einmal ziemlich gefährlich werden. Und dann hast Du eigentlich keine Chance mehr zu gewinnen. Und so wollen wir auch nicht aufhören. Wir haben eineinhalb Jahrzehnte alles dem Kunstbahnrodeln unterordnet. Und wir haben alles gewonnen, was es im Rodeln zu gewinnen gibt. Da kann man dann auch mit einem guten Gefühl in die Rodler-Rente gehen.“

 

Wienerberger: Wie ging es nach dem Karriereende weiter? Was machst Du heute?
Andi Linger: „Ich habe ein Wirtschaftsstudium absolviert und bin gemeinsam mit Wolfgang beim Österreichischen Rodelverband tätig. Ich kommentiere für den ORF Rodelrennen und mache auch zahlreiche andere Projekte. Mein nächstes steht auch schon in den Startlöchern. Ich baue ein Haus für meine Familie und mich. Im Frühling soll es endlich losgehen. Darauf freue ich mich schon ganz besonders.“

 

Andi Linger hat folgende Wienerberger Produkte verwendet.

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