Beim Trinkwasser nicht auf der Leitung stehen - Teil 1

Beim Trinkwasser nicht auf der Leitung stehen - Teil 1

Wasser ist im wahrsten Sinne des Wortes immer in unsrer aller Munde – gesundheitlich, gesellschaftlich, politisch. Die Qualität des Trinkwassers ist eben eine sensible Angelegenheit, die keine faulen Kompromisse oder finanziellen Spekulationen verträgt. Auf Häuslbauer heruntergebrochen, gilt das etwa für die Entscheidung, welches Material man für die eigenen Wasserleitungen verwendet.

Die Herkunft, Güte und Versorgungslage unseres Trinkwassers hat eine berechtigterweise große Wichtigkeit für die gesamte Bevölkerung. Daher könnte man das Thema schier unendlich ausschöpfen, aber wir konzentrieren uns in diesem und im darauffolgenden Beitrag auf vier unterschiedliche Materialien für Ihre hauseigenen Wasserrohre: Kupfer, Edelstahl, Kunststoff und Blei.

Bevor wir die Eigenschaften, Kosten und Gefahren der Bestandteile besprechen, möchten wir kurz darauf hinweisen, dass wir in diesem Blog schon mehrere Artikel rund um Wasser beim Häuslbauen und Renovieren veröffentlicht haben:

Sanitär: Damit alles fließt

Wassernutzung und -entsorgung: Wasser marsch! Aber wohin?

Mit Luft und Wasser heizen

Eine Frage der Qualität

Um uns dem Thema „Materialien für Wasserleitungen“ zu nähern, möchten wir als Erstes auf die Österreichische Trinkwasserverordnung hinweisen. Dort sind die Kriterien exakt aufgelistet, die Wasser erfüllen muss, damit es „für den menschlichen Gebrauch geeignet“ ist. Dieser Gesetzestext ist für alle öffentlichen Versorger bindend und besagt, dass die Qualität des Trinkwassers keine Gefährdung der Gesundheit darstellen darf und bestimmten Mindestanforderungen (z. B. Grenzwerte für Schwermetalle oder Bakterien) entsprechen muss. Hier der Link zum genauen Wortlaut, für den Sie mindestens 20 Minuten Lesezeit einplanen sollten.

Auf jeden Fall stellt die öffentliche Hand durch regelmäßige Kontrollen und Messungen sicher, dass die Vorgaben eingehalten werden. Die Zuständigkeit endet allerdings an Ihrer Grundgrenze bzw. Ihrer Wohnungstür – ab da wird auf Eigenverantwortung gesetzt. Die Qualität Ihres Wassers hängt also in ganz besonderem Maße auch vom Zustand und den Materialien Ihrer eigenen Leitungen ab.

Welche Materialien sich für Wasserleitungen eignen und welche nicht, erklären wir Ihnen im 2. Teil des Beitrages, der das nächste Mal erscheint.

 


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