Fenster rein, Haus dicht!

Fenster rein, Haus dicht!

Wie so oft beim Hausbauen geht es auch bei der Wahl der Fenster um die drei famosen F-Faktoren: Form, Funktionalität und Finanzierbarkeit. Denn gefallen einem die Öffnungen ins Freie nicht, ist es meist genauso tragisch, wie wenn die Energieeffizienz oder der Preis zum Heulen ist. Wir liefern Ihnen einen ersten streifenfreien Durchblick über diese große Angelegenheit.

Rein logistisch sind wir mit dem Fensterthema nun an jenem Punkt angelangt, wo ein Haus von der groben Außenperspektive so aussieht, wie man sich ein Haus vorstellt. Klar liegt noch jede Menge Arbeit vor einer Baudame oder einem Bauherren, aber die Gebäudehülle komplett abzudichten, ist schon ein wichtiger Schritt: psychologisch, klimatisch und als Basis für die Innenarbeiten, denen wir uns in den kommenden Beiträgen intensiv widmen.

 

Welche Fenster will ich wo

Logischerweise entscheidet man sich nicht erst nach der Erstellung des Rohbaus und der Eindeckung für die Wunschfenster. Vielmehr spielen die Bereiche Lichteinfall und Ausblick bereits bei der allgemeinen Planung des zukünftigen Eigenheims mit. Wobei einmal mehr der grundsätzliche Entschluss für eine bestimmte Hausform  einer der wesentlichen Faktoren ist. Denn welche Heiz- und Energieform man für das Gebäude wählt, hat auch auf die Fenster markante Auswirkungen.

So sorgen große Glasflächen auf der Südseite bei Sonnenschein zwar für viel Licht und Wärme, bei Bewölkung und in der Nacht geht dann aber reichlich Heizenergie verloren. Generell sollte man das Haus so ausrichten, dass auf der sonnenabgewandten Nordseite nur die wirklich notwendigen Fenster angebracht werden.

Wenn wir auf die Form und Größe der Fenster schauen, so lassen sich drei gängige Standards erkennen. Erstens mittelgroße Fenster, die insgesamt am häufigsten zum Einsatz kommen. Sie empfehlen sich besonders in der Küche sowie im Schlaf- und Kinderzimmer, weil sie noch genügend Platz für Möbel lassen und nicht komplett einsichtig von außen sind. Zweitens die sehr flachen Schießscharten-Fenster, die sich in vertikaler Form für Stiegenhäuser und Vorräume sowie in horizontaler Form in Kopfhöhe für Bad und Küche gut eignen. Drittens die bodentiefen Fenster, die ihre Wirkung am besten in Wohn- und Esszimmern entfalten. Weitere Details zu Auswahl und Funktion der Fenstertypen lesen Sie auf unserem Schwesternblog von Massivwerthaus.

 

Dicke, Material, Dämmung, Dichtheit

Neben der passenden Form und Größe eines Fensters gibt es noch eine Menge weiterer, vor allem technischer Details, die man schon in der Planungsphase beachten sollte. An erster Stelle steht das Glas selbst, das sich u. a. in der Herstellungsweise, der Dicke, der Beschichtung und der Anzahl der Scheiben pro Fenster unterscheidet. Standard sind heutzutage mindestens zwei, manchmal drei Scheiben. Dabei geht es wieder um Energieeffizienz, aber auch um Schallschutz. Ein weiteres entscheidendes Kriterium ist das Material, aus dem der Rahmen besteht. Die üblichen Werkstoffe sind Holz, Kunststoff sowie Kombinationen aus Holz und Alu sowie Kunststoff und Alu.

Zudem muss mit den Fenstern auch eine genormte Dichtheit gewährt werden – einerseits um Regen und Feuchtigkeit abzuhalten, andererseits um die allgemeine Luftdichtheit des Gebäudes zu garantieren. Auch die wärmedämmenden Eigenschaften von Fenstern haben eine Hauptrolle inne und wirken mit den bereits genannten Aspekten zusammen. Eine sehr gute Übersicht über alle technischen Punkte sowie zahlreiche Unterseiten mit präzisen Angaben zu den einzelnen Themen gibt es auf energiesparhaus.at. Das Außergewöhnliche an dieser Plattform: Die Infos sind komplett kostenlos und äußerst praxis-orientiert. Dazu gibt es ein sehr aktives Forum und ein Teil der Werbeeinnahmen wird an benachteiligte Menschen gespendet.

 

Was den Einbau ausmacht

Last but not least wollen wir noch kurz auf die Montage der Fenster eingehen. Ganz allgemein betrachtet, sollten nur handwerklich erfahrene Häuslbauer die Fenster selbst montieren. Das wird auch von Seiten der offiziellen österreichischen Normierungsorganisation „Austrian Standards International“ eindeutig unterstrichen: „Der Fenstereinbau stellt keine triviale Bauaufgabe dar und erfordert von allen Beteiligten hohes Know-how und Bereitschaft zur gewerkeübergreifenden Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang sind klare Regelungen und konkrete Anforderungen an die Planung und Ausführung ein wichtiger Bestandteil“. Weitere Infos dazu erfahren Sie in dieser Broschüre.

Um Probleme zu vermeiden, die Ihnen später teuer kommen, sollten Sie unbedingt auf ein Fachunternehmen vertrauen. Zusätzlich können Sie sich ja in die Materie um den Fenstereinbau vertiefen: Als Anlaufstelle dient einmal mehr energiesparhaus.at oder die Plattform energie-experten.org aus Deutschland, wo der Einbau Schritt für Schritt ausführlich behandelt wird.

 

Mehr zum Thema:

 

Welcher Haustyp sind Sie?

Fragen und Antworten zur Fensterplanung auf massivwerthaus.at

Alles rund ums Fenster auf energiesparhaus.at

Fenster selbst einbauen auf energie-experten.org

Ö-Norm für Fenstereinbau von Austrian Standards International – kostenlose Kurzversion

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