Wohngefühl – der Grundriss ist die Grundlage

Wohngefühl – der Grundriss ist die Grundlage

Grundriss und Raumaufteilung sind zwei ganz maßgebliche Komponenten für die Zufriedenheit im zukünftigen Zuhause. Je früher Sie sich damit auseinandersetzen und je konkreter Sie Ihre Wünsche zu Papier bringen, desto größer wird Ihre Freude mit dem Eigenheim sein. Wir nehmen Sie mit auf einen Rundgang zu grundlegenden Fragen und Antworten.

Meist liegt die größte Herausforderung beim Hausbau darin, dass man Fantasie und Realität in irgendeiner Form auf einen gemeinsamen Nenner bringt. Gerade bei der Größe der Wohnfläche und der Anzahl der Zimmer wird schnell klar, dass Wunsch und Wirklichkeit oft nicht so gut miteinander können. Denn jeder Quadratmeter, jeder besondere Baustil und jedes Extra kosten eben – sowohl in der Errichtung als auch in der Erhaltung. Daher sollten Sie schon bei der Planung des Grundrisses die folgenden Punkte beachten.

 

Zu ebener Erd’ oder auch im 1. Stock?

Ganz am Anfang steht die Frage: Wollen Sie mehrgeschossig wohnen oder in einem Bungalow? Die Vorteile einer eingeschossigen Bauweise sind Übersichtlichkeit, Barrierefreiheit, leichte Erreichbarkeit der Räume sowie der Wegfall von Stiegenhäusern und Treppen. Nachteilig bei einem Bungalow ist, dass man dafür ein entsprechend großes Grundstück braucht, weil jede Gemeinde genau festlegt, wie viel Anteil der Fläche maximal verbaut werden darf. Zudem ist ein Bungalow in der Errichtung teurer und nicht so energie-effizient (Stichwort: große Außenwandflächen).

 

Quadratisch oder ums Eck?

Die zweite wichtige Frage lautet, welche Form der Grundriss haben soll: rechteckig, T-Form, L-Form oder U-Form? Eine Rechteck-Konstruktion ist preislich am günstigsten. Das gilt sowohl für den Bau (Wände, Böden etc.) als auch den Betrieb (Heizung, Energie etc.) und die Erhaltung (Erneuerung der Dächer, Fassaden etc.). Bei der T-Form wird ein Anbau oder Erker an das Rechteck angeschlossen. Das steigert zwar die Kosten, hat aber die Vorzüge, dass das Haus meist schicker aussieht, der Zubau offener und heller erscheint sowie ein großzügiger Ausbau im Obergeschoss möglich ist (z. B. Wintergarten oder Lesezimmer).

Die L-Form wiederum bewährt sich nicht nur, aber vor allem bei Bungalows, weil sich dadurch die Wohnbereiche gut von den Schlafzimmern trennen lassen – ohne dass es zu ewig langen Wegen kommt. Zudem kann durch eine L-Konstruktion eine Terrasse besser gegen Wind und Blicke der Nachbarn geschützt werden. Als Nachteile gelten einmal mehr die Errichtungs- und Erhaltungskosten. Bei der U-Form entsteht ein noch uneinsichtigerer Bereich. Allerdings muss bei diesem Grundriss ganz genau auf den Lichteinfall und den Weitblick geachtet werden, damit es sich nicht beengt und dunkel anfühlt.

 

Viele kleine oder wenige große Zimmer?

Die Entscheidung über die Anzahl, Aufteilung und Platzierung der einzelnen Räume ist wahrscheinlich die schwierigste im ganzen Prozess. Machen Sie sich daher am besten einmal eine Liste über alle unverzichtbaren Räume: Eingangsbereich, Bad/WC, Heizungs- bzw. Technikraum, Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer. Und dann eine mit allen Wunschräumen: Arbeits-, Lese-, Gästezimmer, Fitnessraum, Wellnessbereich etc.

Bei den notwendigen Räumlichkeiten sollten Sie gleich einmal festlegen, ob Sie Koch- und Wohnbereich getrennt oder in einem haben wollen. Letztere Variante hat zwar den Vorteil, dass sie offener und kommunikativer wirkt, dafür aber Gerüche von Speisen und Geräusche von Küchengeräten stören können. Bei den Schlafzimmern ist es wichtig, dass Sie einplanen, ob und wie viele Kinder Sie haben wollen. Denn ab einem gewissen Alter wollen Ihre Kinder vielleicht einmal ihr eigenes Zimmer haben.

Für alle genannten Räumlichkeiten – plus Stauraum und Verkehrswege – gilt: Hören Sie ruhig ein zweites und auch ein drittes Mal ganz tief in sich hinein, was und wie viel Sie davon wirklich brauchen. Und denken Sie bitte daran, dass Sie mit Sicherheit den einen oder anderen Raum in Zukunft einmal umgestalten wollen.


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