Richtiges Heizen und Lüften vor dem Einzug

Richtiges Heizen und Lüften vor dem Einzug

Alle Arbeit ist getan – das Traumhaus ist fertig, der lang ersehnte Einzug steht kurz bevor. Damit dies aber auch zum dauerhaften Wohlfühlen wird, sollten Sie vor dem Einzug einige Tipps fürs richtige Heizen und Lüften beachten. Denn die Baufeuchte muss aus dem Haus ausziehen, bevor die Bewohner einziehen.

Viele Bestandteile beim Hausbau wie Putze und Estriche enthalten sehr viel Feuchtigkeit. Deshalb ist es notwendig, das Haus vor dem Einzug zu beheizen und auch richtig zu lüften. Nur so kann die Baufeuchte aus dem Haus ausziehen, am besten schon eine geraume Zeit bevor die Bewohner einziehen. Auch bei der Aufstellung der Möbel sowie während der ersten Tage und Wochen im neuen Heim gibt es einige Grundregeln zu beachten, um Schimmelbildung zu vermeiden. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

Bereits beim Bau können durch die richtige Auswahl der Baustoffe, wie etwa des Porotherm Dryfix Systems die Trocknungsphasen erheblich gesenkt werden. Musste man früher ein Haus monatelang austrocknen, so reichen heute schon zwei Wochen Trocknungszeit.

 

Richtiges Heizen und Lüften

Das leerstehende Haus sollte zwei Wochen lang konsequent drei- bis viermal am Tag stoß- und quergelüftet werden. Dazu sollten Fenster und Türen mindestens zehn Minuten lang komplett geöffnet bleiben. So kann in sehr kurzer Zeit die Luft im Haus ausgetauscht werden – im Gegensatz zum gekippten Fenster, wo der Luftaustausch minimal ist. Außerdem kühlen bei dauerhaft gekippten Fenstern die Böden und Innenwände ab und die Feuchtigkeit bleibt im Gebäude. Auch wenn die regelmäßige Stoßlüftung zeitintensiv ist, so ist sie doch die effektivste Variante, um Baufeuchtigkeit aus dem Haus zu bekommen.

 

Trocknung mit Bautrockner unterstützen

Neben der Stoßlüftung kann die Haustrocknung mit Luftentfeuchtern oder Bautrocknern unterstützt werden. Allerdings kann der Einsatz von Bautrocknern zu hohen Stromkosten führen. Zudem ist darauf zu achten, dass durch die maschinelle Trocknung die Luft im neuen Zuhause nicht zu trocken wird. Für ein ausgeglichenes Raumklima bedarf es einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent. Wenn Sie die Trocknung mit Lufttrockner unterstützen, dann lassen Sie die Feuchtigkeit besser messen.  Erst wenn die Estriche im Haus den richtigen Trocknungsgrad erreicht haben, kann der Bodenbelag verlegt werden. Auch der Feuchtigkeitsgrad bzw. Trocknungsgrad der Putze lässt sich problemlos messen.

 

Trocknungszeit nach dem Einzug

Nach der Einhaltung der Trocknungszeit können Sie mit ruhigem Gewissen einziehen. Trotz dieser Trocknungszeit wird etwas Feuchtigkeit im Gebäude bleibt. Bis alle Bauteile komplett ausgetrocknet sind, kann es bis zu drei Heizperioden dauern. Während dieser Phase sollten Sie darauf verzichten, Regale oder Schränke direkt an die Außenmauern zu stellen. Ansonsten kann es schnell zur Schimmelbildung kommen. Schon ein paar Zentimeter Abstand helfen, dass der Wandverputz ablüften und komplett austrocknen kann.

 

Lüftungen im neuen Heim

Auch wenn Sie im Haus leben – und keine kontrollierte Wohnraumlüftung eingebaut haben – bedarf es einer regelmäßigen Stoßlüftung. Diese sollte mindestens dreimal täglich durchgeführt werden. Dies ermöglicht einen kompletten Luftaustausch. In Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit wie Bad oder Küche gilt es zusätzlich die Fensterpartien zu kontrollieren und gegebenenfalls die Feuchtigkeit bei den Dichtungen abzuwischen. Damit können Sie Schimmel vorbeugen. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung erledigt den Luftaustausch für Sie automatisch. Diese muss aber regelmäßig gewartet werden. So sind beispielsweise die Filter in regelmäßigen Abständen zu wechseln. Achten Sie auch darauf, dass die Wohnraumlüftung nicht vor dem Bezug zum Trocknen von Estrich und Co eingesetzt wird, denn sonst werden die Lüftungsrohre verschmutzt. Starten Sie Ihre Wohnraumlüftung deshalb erst bei Einzug in ihr Haus.

 

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