Strom, Gas, Wasser: Was kostet die Grunderschließung?

Strom, Gas, Wasser: Was kostet die Grunderschließung?

Eine seriöse und genaue Finanzplanung gehört zu den wichtigsten Maßnahmen für einen angehenden Bauherrn. Aber viele Kostenpunkte sind vor Baubeginn schwer bis gar nicht abzuschätzen. Vor allem die Erschließung eines Grundstückes kann die Kosten gehörig in die Höhe treiben. Wir zeigen die wichtigsten Punkte auf, die Sie bei der Grundstückserschließung beachten müssen.

Damit überhaupt die Bagger anrollen dürfen, muss ein Grundstück für den Hausbau erschlossen sein. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der öffentlichen und privaten Erschließung. Als öffentliche Erschließung werden alle Maßnahmen bezeichnet, die bis zur Grundstücksgrenze umgesetzt werden. Strom, Wasser bzw. Abwasser, Telefon bzw. Internet und vielleicht sogar Gas bzw. Fernwärme müssen angeschlossen werden. Auch an den Zufahrtsweg zum Grundstück muss gedacht werden. All dies zählt zu den öffentlichen Erschließungskosten. Neben der öffentlichen Erschließung, gibt es auch noch die private Erschließung, die alle Maßnahmen innerhalb des Grundstückes umfasst.

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten all diese Punkte bereits bei der Besichtigung bzw. vor dem Kauf abgeklärt werden, denn der entscheidende Faktor für die Höhe der Kosten ist die Distanz zur nächsten öffentlichen Anschlussstelle. Hier gilt: Umso größer, desto teurer. Doch wo nachfragen? Am besten wenden Sie sich hier an die Gemeinde bzw. das Magistrat und an die jeweiligen Netzbetreiber.

 

Plan und Dokumentation sind hilfreich

Weitere Kostenfaktoren sind die Bodenbeschaffenheit und der Grundwasserspiegel. Sie geben vor, wo und wie tief Rohre und Leitungen verlegt werden können bzw. müssen. Eine Bodenprobe hilft bei Unklarheit. In einem Kanalplan – er ist Bestandteil der Bauverhandlung – wird die Verlegung festgehalten. Bitte bewahren Sie diesen gut auf, denn müssen später Rohre oder Leitungen ausgetauscht werden, ist es gut zu wissen, wo und wie tief diese verlegt sind und an welchen Stellen sie zusammengesetzt wurden. Mit einer zusätzlichen Fotodokumentation sind Sie immer auf der sicheren Seite.

 

Erschlossen oder nicht?

Stellen Sie daher vor dem Kauf eines Grundstücks sicher, ob es erschlossen, teilerschlossen oder nicht erschlossen ist. Ist es nicht erschlossen, handelt es sich um Rohbauland oder Bauerwartungsland. Die Kosten für die Aufschließung können in solchen Fällen sehr hoch sein. Der Anteil, der von der Gemeinde übernommen wird, ist vergleichsweise gering. Bei Teilerschließungen sind noch einzelne Maßnahmen notwendig, bei älteren ehemals bebauten Grundstücken fehlen häufig die Kabel für Telefon und Fernsehen. Bei erschlossenen Grundstücken sind alle Anschlüsse vorhanden, wobei das nicht unbedingt bedeuten muss, dass diese bis zum geplanten Haus reichen. Sie können auch nur bis zur Grundstücksgrenze gelegt sein, der Eigentümer muss für die Verlängerung innerhalb des eigenen Grundstücks selbst aufkommen.


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